OIKOS. Welt & Wirtschaft #1 Das Meer

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Wir eröffneten unsere neue Reihe OIKOS in Kooperation mit dem Theater Bremen mit einer Bestandsaufnahme zum Thema Meer. Eingeladen haben wir einen Walforscher, eine Expertin für Tiefseebergbau und einen Fischereifachmann. Wo gibt es Lösungsansätze, wie könnte man es schaffen, die ökonomische Ausbeutung der Ozeane und deren Missbrauch als Mülldepots entschieden anzugehen?

Im Theater zu Gast waren Dr. Tanja Stratmann, die am Max-Planck-Institut für marine Mikrobiologie im Rahmen eines internationalen Forschungsverbunds (der HGF MPG Joint Re­search Group for Deep-Sea Eco­logy and Tech­no­logy) über Tiefseebergbau arbeitet; Prof. Dr. Morten Iversen vom Marum der Uni Bremen (zugleich Sektionsleiter für biologische Ozeanographie beim AWI), der u.a. den Beitrag von Walen zur CO2-Minderung erforscht; der Biologe Alfred Schumm, Director Innovations-Sciences-Technologies and Solutions beim WWF, der lange den Fachbereich Meere und Küsten der Umweltstiftung und sowie das von ihm aufgebaute internationale Fischereiprogramm des WWF leitete. Heute arbeitet er daran, neue wissenschaftliche Erkenntnisse, zum Beispiel aus der Verhaltensforschung, sowie technische und soziale Innovationen für den Umweltschutz nutzbar zu machen.

Warum OIKOS?

Ökonomie und Ökologie haben eine gemeinsame sprachliche Wurzel: Oikos. So bezeichneten die Griechen eine Haus- und Wirtschaftsgemeinschaft. In sprachlicher Verbindung mit nomos, dem „Gesetz“, entwickelte sich aus Oikos die „Ökonomie“ – womit seither die Gesetze, Ordnungen und Sitten des Haushaltens, vulgo des Wirtschaftens bezeichnet werden. Oikos und „logos“ hingegen verschmolzen als „Ökologie“ zur Lehre vom Naturhaushalt. Wir nennen unsere neue Reihe OIKOS, weil wir fragen wollen, wie Ökologie und Ökonomie wieder in eine tragfähige Balance gebracht werden können.

In der Reihe OIKOS also beschreiben Wissenschaftler:innen, Aktivist:innen, Politiker:innen und Künstler:innen ihre Perspektive auf die Möglichkeiten einer sozial-ökologischen Transformation. Covid19 hat uns gezeigt, dass die Organisation unserer Gesellschaft eben nicht „alternativlos“ ist (TINA), sondern überraschend viel Geld investiert werden kann, wenn es nur als notwendig erachtet wird. Was also können wir tun, was ist uns wichtig? Und was sind die hinter dem Zustand der Welt und ihrer Wirtschaftsordnungen stehenden Menschen- und Naturbilder?