Der Literaturnobelpreisträger Heinrich Böll und seine Frau Annemarie Böll bildeten über Jahrzehnte ein Paar, das man heute ein "power couple" nennen würde. Über Annemarie Bölls Leben neben dem Rampenlicht, das fast ein Jahrhundert, zwei Weltkriege und vier politische Systeme umspannte, ist nun in einem Buch der Berliner Schriftstellerin Tanja Dückers neu zu entdecken.
Der Literaturnobelpreisträger Heinrich Böll und seine Frau Annemarie Böll bildeten über Jahrzehnte ein Paar, das man heute ein "power couple" nennen würde. Und die Literatur war vom ersten Augenblick an das verbindende Element. Bereits während des Zweiten Weltkriegs schufen sie in ihrem Briefwechsel einen ersten gemeinsamen literarischen Denkraum.
Nach dem Krieg beschloss das Ehepaar Böll, Literatur zum Beruf zu machen. Annemarie Böll war als Anglistin eine sehr produktive Übersetzerin zahlreicher englischsprachiger Autor*innen wie J.D. Salinger, Bernard Shaw, Patrick White und Judith Kerr. Zudem war sie Heinrich Bölls erste, informelle Lektorin. Doch während die Biografie und das literarische Werk des Nobelpreisträgers umfassend rezipiert wurden, wird der Arbeit der Lektorin und Übersetzerin Annemarie Böll kaum Aufmerksamkeit entgegengebracht.
Ihr Leben neben dem Rampenlicht, das fast ein Jahrhundert, zwei Weltkriege und vier politische Systeme umspannte, ist nun in einem Buch der Berliner Schriftstellerin Tanja Dückers neu zu entdecken.
Zum anschließenden Gespräch hatten wir René Böll zu Gast.
Das Buch "Das Leben der Annemarie Böll. Eine Würdigung" ist kostenlos bestellbar.