„Jordanien - Land der Geflüchteten. Fünf Geschichten übers Helfen“

Film und Gespräch

Freitag, 11. Dezember 2020 um 20 Uhr im City 46, Birkenstraße 1, Bremen. Jordanien gehört zu den Staaten, die weltweit am meisten Geflüchtete aufgenommen haben: Fast jeder dritte Einwohner Jordaniens ist ein Geflüchteter. Wie geht das Land mit dieser – nach europäischen Maßstäben unvorstellbaren – Situation um, wie gelingt unter diesen Umständen Inklusion? Der Film "Jordanien - Land der Geflüchteten" beleuchtet die Situation vor Ort und legt dabei den Fokus auf Geflüchtete, die selbst zu Helfer*innen werden.

Bild von zwei lachenden Kindern

Zum Beispiel der Syrer Mustafa, Vater eines autistischen Sohns: Mit seiner selbstgegründeten NGO „Autism Community Jo“ vermittelt er ehrenamtlich Schulungen für andere Eltern mit autistischen Kindern. Mohammad wiederum lebt mit seiner Mutter in einem Flüchtlingscamp, wo sie anderen Frauen die Techniken der traditionellen palästinensische Nähkunst beibringt.

Ehab kommt aus dem Sudan und bietet den Kindern im Camp Skatekurse an. Die Syrerin Saneer ist alleinerziehende Mutter und unterstützt als Klempnerin ihre Nachbar*innen. Abo lebt mit seiner Familie im größten syrischen Camp Jordaniens, Zaatari, und organisiert dort Workshops, Tanzkurse und Treffen für die Bewohner*innen des Camps.

Die Filmemacher*innen Olivia Samnick (25) und Philipp Lippert (22) finanzierten ihre neun-monatigen Recherchen in Nahost durch ein Crowdfunding-Projekt. Nach dem Film folgt ein Gespräch mit Olivia Samnick über die Dreh-Umstände in Jordanien, weitere Gäste stehen zur Diskussion der Geflüchteten-Situation zur Verfügung.