Nach den Rechten sehen: Annette Ramelsberger

Nach den Rechten sehen: Annette Ramelsberger

Reihe

Der Termin wird noch bekannt gegeben. Die Juristin und Journalistin Annette Ramelsberger spricht über die Begleitung des NSU-Prozesses.

Der Prozess gegen die rechte Terrorzelle NSU ist, neben den Frankfurter Auschwitzprozessen und dem RAF-Prozess von Stammheim, einer der erschütterndsten Prozesse der Bundesrepublik. Auf grausame Art und Weise offenbart er radikales rechtes Gedankengut und dessen Akzeptanz in der bürgerlichen Gesellschaft. Er zeigt ein Versagen von Staat und Öffentlichkeit auf und gibt eine Ahnung vom Leid der Opfer.

Fünf Jahre hat Annette Ramelsberger den NSU-Prozess begleitet, ihn als Gerichtsreporterin für die Süddeutsche Zeitung und in dem vierbändigen Buchprojekt „Der NSU-Prozess. Das Protokoll“ dokumentiert. Die Juristin und Journalistin ist tief eingedrungen in die Verbrechen des NSU und die Machtlosigkeit des Staates bei deren Verfolgung und wurde bereits 2014 dafür als „Journalistin des Jahres“ ausgezeichnet. Ramelsbergers Aufarbeitung der „ebenso wichtigen wie juristisch zähen Materie“, urteilte die Jury, sei „vorbildlich“ und „echter Qualitätsjournalismus“.

„Nach den Rechten sehen“ (NDRS) ist eine gemeinsame Reihe der Böll-Stiftung mit dem Theater Bremen, die die doppelte Bedeutung des Wortes „Rechte“ fokussiert: Es geht sowohl um die Analyse der sich ausbreitenden rechtsextremen Strukturen und Denkmuster - als auch um die Frage, wie Menschen- und Freiheitsrechte aus der Mitte der Gesellschaft heraus verteidigt werden können. Die Moderation der Reihe übernimmt von Ellen Best, Vizepräsidentin des Amtsgerichts Bremen. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich.

Ort: Theater am Goetheplatz (Foyer), Goetheplatz 1-3, 28195 Bremen
Eintritt: frei

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